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Der Salzpfad

Wie schon erwähnt, waren die Meinungen in unserer Literaturrunde über diese Buch von der englischen Autorin Raynor Winn sehr weit gefächert. Von öd, langweilig, fader Schreibstil bis hin zu toll, spannend, faszinierend, gut zu lesen, war alles dabei. Das sind mir die liebsten Treffen, weil es dann meistens anregende Diskussionen gibt. Aufgrund der seit über einem Jahr anhaltenden Corona-Pandemie wurde unser Treffen leider wieder via Zoom abgehalten. Beim letzten Mal schon hat sich eine gewisse Zoom Fatigue breit gemacht. Ein Ausdruck, den ich nicht kannte. Die Erklärung dazu: Zoom Fatigue bezeichnet die Müdigkeit und Erschöpfung von Menschen, die durch die Teilnahme an (Zoom-)Videokonferenzen ausgelöst wird. Karin, unsere "Literaturrunden-Zoom-Organisatorin und -Moderatorin", hat es aber geschafft uns ein wenig von dieser Müdigkeit herauszureißen;-).

Ich fand das Buch wirklich gut, gar nicht langweilig, ganz im Gegenteil und auch den Schreibstil mochte ich. Es war für mich leicht zu lesen und es hat meine Sehnsucht nach dem Reisen noch vergrößert. Ich würde gerne einmal diesen South West Coast Path gehen, allerdings mit dem Unterschied zu Moth und Raynor nicht in einem Zelt, sondern in B&B's nächtigen und mit der Gewissheit am Ende der Reise ein Dach über dem Kopf zu haben! 

 

Die Kurzbeschreibung des Verlags lautet:

Alles, was Moth und Raynor noch besitzen, passt in einen Rucksack. Sie haben alles verloren – ihr Zuhause, ihr Vermögen und Moth seine Gesundheit. Mit einem kleinen Zelt machen sie sich auf, den South West Coast Path, Englands berühmten Küstenweg, zu wandern. Mit einem Mal ist ihr Zuhause immer nur dort, wo sie gerade sind. Sie kämpfen mit Vorurteilen, Ablehnung und der Sorge, dass das Geld für den nächsten Tag nicht mehr reicht. Und zugleich entdecken sie auf ihrer großen Wanderung das Glück: herzliche Begegnungen, ihre neu erstarkte Liebe und die Fähigkeit, Kraft aus der Natur zu schöpfen. Allen Prophezeiungen zum Trotz führt sie der mehrmonatige Trip zurück ins Leben und öffnet die Tür zu einer neuen Zukunft.

 

Über den South West Coast Path:

Dieser wurde ursprünglich angelegt, um Schmuggler aufzuspüren und ist heute Großbritanniens längster Fernwanderweg – über 1.014 km oder 630 Meilen lang. Aufgrund der vielen Flussmündungen (bei denen der Weg steigt und fällt), muss man als Wanderer auf der gesamten Strecke stolze 35.000 Höhenmeter bewältigen.